Cyberangriffe treffen längst nicht mehr nur große Konzerne. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen geraten zunehmend ins Visier von Kriminellen. Der Grund dafür ist einfach: Viele Betriebe verfügen über wertvolle Daten, jedoch oft nicht über die gleichen Sicherheitsmaßnahmen wie Großunternehmen.
Dabei sind es häufig nicht hochkomplexe Hackerangriffe, die Probleme verursachen, sondern vermeidbare Fehler im täglichen IT-Betrieb. In diesem Beitrag zeigen wir die zehn häufigsten IT-Sicherheitsfehler und wie Sie diese vermeiden können.
Viele Unternehmen verlassen sich darauf, dass ihre Daten „irgendwo gespeichert“ sind. Kommt es zu einem Hardwaredefekt, einem Verschlüsselungstrojaner oder einem Bedienungsfehler, kann das schnell existenzbedrohend werden.
Tipp: Regelmäßige und automatisierte Backups sind unverzichtbar. Die Sicherungen sollten zusätzlich getrennt vom eigentlichen System gespeichert werden.
Viele Anwender gehen davon aus, dass Microsoft automatisch für eine vollständige Datensicherung sorgt. Tatsächlich schützt Microsoft die Infrastruktur, nicht jedoch vor versehentlich gelöschten Daten, Ransomware oder langfristigem Datenverlust.
Tipp: Nutzen Sie eine professionelle Backup-Lösung für Exchange Online, OneDrive, SharePoint und Teams.
Passwörter allein reichen heute nicht mehr aus. Gelangen Zugangsdaten durch Phishing oder Datenlecks in falsche Hände, können Angreifer oftmals problemlos auf E-Mails und Unternehmensdaten zugreifen.
Tipp: Aktivieren Sie MFA für alle wichtigen Benutzerkonten.
Cyberkriminelle nutzen bekannte Sicherheitslücken gezielt aus. Nicht installierte Updates gehören zu den häufigsten Ursachen erfolgreicher Angriffe.
Tipp: Betriebssysteme, Server, Drucker, Firewalls und Anwendungen sollten regelmäßig aktualisiert werden.
Passwörter wie „123456“, „Passwort“ oder der Firmenname sind leider noch immer weit verbreitet.
Tipp: Verwenden Sie lange, individuelle Passwörter und setzen Sie einen Passwortmanager ein.
Der Mensch ist oft das größte Sicherheitsrisiko. Phishing-Mails werden immer professioneller und sind häufig kaum von echten Nachrichten zu unterscheiden.
Tipp: Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig für aktuelle Betrugsmaschen.
Viele Benutzer arbeiten täglich mit Administrationsrechten. Dadurch können Schadprogramme deutlich leichter Schaden anrichten.
Tipp: Mitarbeiter sollten nur jene Rechte erhalten, die sie tatsächlich für ihre Arbeit benötigen.
Laptops und PCs enthalten oft sensible Unternehmensdaten. Gehen Geräte verloren oder werden gestohlen, können vertrauliche Informationen in falsche Hände gelangen.
Tipp: Nutzen Sie Festplattenverschlüsselung, moderne Sicherheitslösungen und ein professionelles Gerätemanagement.
Viele Angriffe bleiben tagelang oder sogar wochenlang unbemerkt. Moderne Sicherheitslösungen mit Virenschutz, Verhaltensanalyse und zentraler Verwaltung bieten einen deutlich besseren Schutz als klassische Antivirenprogramme.
Tipp: Setzen Sie auf moderne Sicherheitslösungen, die Bedrohungen automatisch erkennen und eine schnelle Reaktion ermöglichen.
Dieser Irrglaube ist einer der gefährlichsten überhaupt. Cyberkriminelle suchen meist nicht gezielt nach bestimmten Unternehmen, sondern automatisiert nach Sicherheitslücken.
Tipp: Jedes Unternehmen – unabhängig von seiner Größe – sollte grundlegende Sicherheitsmaßnahmen umsetzen.
Gerne überprüfen wir Ihre bestehende IT-Infrastruktur und zeigen mögliche Sicherheitsrisiken auf. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch.
Markus Beutelmayr
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